Metalhead-Eltern: So ziehst du dein Kind mit Metal auf
1. Die Wiege des Wahnsinns: Die richtige Musik ab Geburt
Vergiss Bach und Mozart. Dein Kind braucht Tony Iommi.
Lass dein Baby schon im Mutterleib wissen, wie ein richtig schöner Doom-Riff klingt. Spätestens zur Geburt sollte "Children of the Grave" die Playlist anführen. Und nein, das ist kein Zufall.
Tipp: Babyfone mit Bluetooth eignen sich hervorragend für spätnächtliche "Babymetal"-Sessions.
2. Erziehung durch Lyrics
Vergiss Erziehungsratgeber. Alle Weisheiten, die dein Kind braucht, stehen in Metal-Lyrics. Zum Beispiel:
- "Never say die!" (Black Sabbath)
- "You can't kill the Metal!" (Tenacious D)
- "If you're not into Metal, you are not my friend!" (Manowar)
- "For the glory of Dundee!" (Angus McFife)
Einfach als Gute-Nacht-Geschichte vorlesen. Funktioniert.
3. Outfit-Regeln für den Nachwuchs
Metal ist kein Stil. Es ist eine Lebenseinstellung. Und die beginnt beim Strampler. Essentials:
- Babybody mit "Born to be wild" (klassisch)
- Mütze mit Totenkopf oder Motörhead-Logo (klassischer)
- Mini-Kutte, notfalls selbst genäht aus alten Bandshirts (am klassischsten)
Aber Vorsicht: Ein Slayer-Body auf dem Spielplatz führt zu Gesprächen mit anderen Eltern. Aber auch zum Respekt der cooleren Kita-Kids.
4. Kita, aber mit Blastbeats
Früher oder später kommt der Moment: Fremdbetreuung. Wähle die Kita weise.
- Gibt es Instrumente? Schlagzeug ist Pflicht. (Notfalls ein Eimersortiment im anliegenden Sandkasten und Kochlöffel aus der Kita-Küche.)
- Wird den Kindern "Alle meine Entchen" in Drop-C vorgespielt?
- Dürfen die Kinder brüllen, ohne dass jemand das Jugendamt ruft?
Wenn nicht: gründe deine eigene Metal-Kita. Heißt dann "Krawall-Knirpse", "Growl-Gäng" oder schlicht "Tor zur Frau Hölle".
5. Metal-Ausflüge: Früh übt sich, wer ein Festivalheld werden will
Familienurlaub? Ja, klar:
- Wacken (mit Kindergehörschutz)
- Summer Breeze (mit Bollerwagen)
- Lokales Doom-Festival im Gemeindesaal (mit Apfelschorle)
Erste Regel: Lass dein Kind auf deinen Schultern headbangen. Zweite Regel: Videos davon bitte nicht dem Jugendamt zeigen.
6. Schule und Erziehung: Zwischen Mathe und Metallica
Wenn Lehrer meckern, weil dein Kind statt Flöte lieber Riffs übt, ist das ein Kompliment.
Bring deinem Kind bei:
- Dass "Enter Sandman" auch ein Schlaflied ist
- Dass Metal >= Mathe
- Dass Individualität wichtiger ist als Einheitsbrei
- Dass Langeweile in der Schule mit einem Luftgitarren-Solo überbrückt werden kann
8. Schlaflieder aus der Hölle (aber mit Gefühl)
Vergiss „Schlaf, Kindlein, schlaf“.
„Planet Caravan“ ist viel besser geeignet – hypnotisch, sanft, und mit genug Reverb, um Albträume zu vertreiben.
Und wer braucht ein Mobile über dem Bett, wenn du eine langsam drehende Discokugel mit Fledermausmotiven hast?
Fazit: Kinder mit Krach = Kinder mit Charakter
Metal macht nicht aggressiv. Es macht ehrlich, laut und frei. Und genau das wünschst du deinem Kind doch, oder?
Also: Zieh dein Kind mit Metal auf. Und vergiss nicht: Wenn es irgendwann nach Hause kommt und dir stolz sein erstes selbst gemaltes Band-Logo zeigt (ganz gleich von welcher Band), dann hast du alles richtig gemacht.
Ausblick: Teenagerphase – wenn dein Kind plötzlich Emo wird
Das unvermeidliche Kapitel.
Bleib ruhig.
Zeig Verständnis.
Und erinnere dich daran: Du warst auch mal überzeugt, dass „Nu Metal“ die Zukunft ist.
Das geht vorbei. Oder wird schlimmer.